| Ontologischer Informationsbegriff | |
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| Eine vergleichbare evolutionäre und ontologische Perspektive
auf Information und Informationsverarbeitung hat das Forschungsinstitut
für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung' (FAW) in Ulm entwickelt. F. J. Radermacher unterscheidet in der Vier-Ebenen-Architektur intelligenter Systeme' 4 Typen von Information und Informationsverarbeitung: "Wir unterscheiden in dieser Perspektive vier Ebenen. Auf der untersten
Ebene betrachten wir Signale im Sinne einer unmittelbaren Wechselwirkung
physikalischer Natur mit der umgebenden Welt. Signale indizieren einerseits
unmittelbare Wirkungen, andererseits werden aus ihnen mit Hilfe sogenannter
Filter Merkmale herausgefiltert. Merkmale sind die Eingangsinformationen
der 2. betrachteten Ebene der Informationsverarbeitung. Hier setzen einerseits
funktionale Transformationen, z. B. zur Motorik, etwa in Form künstlicher
neuronaler Netze ein. Andererseits können auf der Basis von Merkmalen
mittels Klassifikatoren Objekte bzw. Begriffe identifiziert werden. Dies
führt zu einer begrifflichen bzw. symbolischen Ebene (Ebene 2). Auf
dieser Ebene laufen typische Symbolverarbeitungsprozesse ab; dies ist
insofern die klassische Domäne des Kl. Von hier aus kann man bei
Bedarf schließlich übergehen zur 4. Ebene der Theorien und
Modelle und hier dann z.B. mit zum Teil aufwendigen mathematischen Kalkülen
der Optimierung, Statistik, Entscheidungstheorie, Numerik zu Aussagen
und Schlüssen kommen. Die hier vorgestellte Architektur ist aus der Verfolgung des Evolutionsprozesses in Biologie abgeleitet. Im Evolutionsprozeß wirkten zunächst nur Faktoren auf der untersten Ebene. Als die Lebensformen komplexer wurden, konkret mit der Ausbildung von Nervensystemen, kam die zweite Ebene hinzu. Bereits bei manchen Vogelarten ist die dritte Ebene zumindest partiell ausgeprägt, d.h. diese Tiere können bereits Zustände klassifizieren. Natürlich sind Leistungspotentiale auf der 3. Ebene zentral für Primaten und insbesondere Menschen. Nicht zuletzt die Sprache fällt in diesen Bereich. Schließlich hat der Mensch und insbesondere die Wissenschaft als Gesamtsystem in den letzten paar Jahren mit ihren Theoriebildungen die vierte Ebene erreicht." |
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(Ders.: Eine systemtheoretische Sicht auf intelligente Systeme. Schriftfassung eines Vortrags auf einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie in Zusammenarbeit mit dem VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik, Teltow) |