Theoriediskussion Analytische und synthetische Perspektiven auf Strukturen und Systeme: Atomismus und Holismus

 

 
Eine vollständige Beschreibung von Strukturbildungsprozessen verlangt grundsätzlich sowohl eine analytische als auch eine synthetische Untersuchungsperspektive: Es müssen sowohl die Strukturen in ihre Elemente zerlegt als auch die Algorithmen ihrer Kopplung bestimmt werden. Nur wenn die Teile identifiziert sind, kann das Ganze verstanden werden. Das Ganze bestimmt andererseits die Bedeutung der Teile. Diesen zirkulären Zusammenhang hat man in der Geschichte immer wieder auflösen wollen, indem man willkürlich Hierarchien zwischen den Ebenen festlegte: Die Prämierung der Teile wird in der Philosophiegeschichte als Atomismus, jene des Ganzen als Holismus bezeichnet. [Link, Atomismus Holismus] Hier, wie auf so vielen anderen Feldern der Informationsverarbeitung und Kommunikation kommt es jedoch auf ein Sowohl-Als-Auch an. Beide Perspektiven sind gleichwertig und zu verknüpfen.