Dokumentation Stichwortprotokoll zu den Affekten, Empfindungen und Erlebnissen während und nach dem narrativen Interview zur Studienmotivation der Studierenden der Kommunikationswissenschaft
  Erfurt WS 2002/3, Protokollant C.G.
 
Grundsätzlich herrschte bei mir eine Unsicherheit vor, ob ich das narrative Interview im Sinne der Hervorbringung von Erzählabläufen erfolgreich absolvieren werde
am Anfang herrschte bei mir die Sorge vor, die vorgegebene Zeitdauer für das Interview von 60 Minuten deutlich zu unterschreiten
aber im Verlauf des Gespräches legte sich die Angst, da ich sehen konnte, dass die Erzählstimuli funktionierten, die Probandin erzählte sehr zusammenhängend und ausführlich zu den einzelnen angesprochenen Aspekten
sicherlich herrschte anfangs auch ein bisschen Sorge um die Aufnahmetechnik vor; da ich aber die Technik schon aus eigener Erfahrung kenne, herrschte das Vertrauen in das Funktionieren der Technik vor
so konnte ich mich stärker auf das Interview konzentrieren
den Gesprächsleitfaden benötigte ich während des gesamten Interviews
meine Erzählstimuli orientierten sich an der Reihenfolge des Leitfadens
auch nutzte ich sehr stark den Gesprächsleitfaden, um wichtige Aspekte des Erzählthemas nicht vergessen zu erwähnen
der Gesprächsleitfaden diente mir auch, um meine allgemeine Unsicherheit in der Interviewdurchführung abzubauen
von meiner Seite muss ich sagen, dass ich nach dem Interview ein gutes Gefühl hatte, ein narratives Interview erfolgreich durchgeführt zu haben
die Probandin sagte mir nach dem Interview, dass das Interview von mir gut strukturiert und vorbereitet worden war
insgesamt bin ich mir aber unsicher, inwieweit ich tatsächlich Erzählstimuli setzen konnte oder ob das Interview nicht vielmehr eher beschreibende, argumentierende und informierende Elemente enthält