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Axiom der Selbstdefinition
 
Für das Axiom sprechen nicht nur empirische Befunde, sondern es schließt, in dem es die Freiheit zur Selbstbedienung der Individuen und Kulturen betont, auch an allgemein akzeptierte Menschenrechte an.
 
Es eignet sich als Maxime für Kommunikationstraining und Beratungen:
 
Gehe davon aus, dass soziale Systeme selbst entscheiden können und müssen, als was sie sich definieren! Diese Norm schließt die Freiheit ein, nicht Kommunikation sondern andere Größen: Kooperation/Arbeit, Interaktion u.a. als Identitätsmarkierer zu benutzen. Damit reduziert sich von vornherein die Bedeutung kommunikationswissenschaftlicher Analysen. Sie sind ein Beitrag zur Selbstbeschreibung unter vielen anderen möglichen. Der Kommunikationswissenschaftler mag allenthalben Kommunikation sehen, im Alltag gibt es noch andere Präferenzen.
 
Das Axiom steht des weiteren im Einklang mit der Theorie selbstreferentieller Systeme, die in praktisch allen wissenschaftlichen Disziplinen gegenwärtig als Erklärungsgrundlage verwendet wird. Ob von Selbstorganisation, Autopoiese, Synergie o.ä. in Betriebswirtschaft, Biologie, Neurologie, Physik usf. die Rede ist, immer geht es darum, die Eigendynamik von Strukturbildungsprozessen hervorzugeben.