| Neues Denken und traditionelle Wissenschaften unter den Bedingungen neuer Medien | |
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Die Frage, was der Objektbereich der
Kommunikations- und Medienwissenschaften sein soll und wie sich diese
Wissenschaft zu den übrigen Disziplinen verhalten soll, ist selbst
schon Ausdruck der Umstrukturierungen im System der Wissenschaften –
oder allgemeiner noch: in den Formen unseres Denken.(1) „Mit den [elektronischen] Medien zwingt sich dem Philosophen ein neuer Stil auf“, stellt Frank Hartmann fest.(2) „Die neue Medienkultur verlangt nach neuem Denken“ (ebd.), und dieses natürlich nicht nur bei Philosophen, in einigen wenigen Disziplinen sondern auch im Alltag. Auch das Projekt ‘Kulturwissenschaften’, welches ‘eine die einzelnen Disziplinen überschreitende Moderationsfunktion für sich reklamiert’, lässt sich als Reflex auf die Anforderungen der Informationsgesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts begreifen.(3) Es zielt letztlich auf ein transdisziplinäres Wissenschaftsnetzwerk. Hier werden die traditionell prämierten homogenen Disziplinen, die auf maximale Allgemeingültigkeit ihrer Ergebnisse aus sind, ebenso ihren Platz finden, wie die projektförmig durchgeführten Fallstudien in der Tradition der idiographisch hermeneutischen Geschichtswissenschaft. |
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| (1) Auch
die Suche nach Sinn und Strukturen einer ‘Medienphilosophie’
ist Ausdruck der Umwälzungen im Verhältnis der Wissenschaften,
Metadisziplinen und Philosophien. Vgl. St. Münker, A. Roester, M. Sandbothe
(Hg.): Medienphilosophie – Beiträge zur Klärung eines Begriffs.
Frankfurt a. M. 2003. (2) ‘Der rosarote Panther lebt’, In: St. Münker, A. Roesler, M. Sandbothe (Hg.): Medienphilosophie, Frankfurt a. M. 2003, S. 135-149, hier S. 142. (3) Th. Düllo, Chr. Berthold, J. Greis, P. Wiechens (Hg.): Einführung in die Kulturwissenschaft. Münster 1998. |
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