Fliesstext Reduktionismus ...

 

 
... ist das Gegenteil von ökologischem Denken. Es bleibt, wie die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte zeigt, nicht dabei, dass einzelne Medien prämiert werden. Dies ist der erste, vermutlich unvermeidliche Schritt bei der Beschreibung komplexer multimedialer Systeme (Mythos, Mystifizierung). Die Prämierung geht mit dem Versuch einher, Informationen, die auf anderen Emergenzniveaus kursieren, auf das prämierte 'zurückzuführen'. Die Eigenart eines oder mehrerer Medien wird geleugnet. Die Vielzahl der Emergenzformen soll verringert/ reduziert werden = Reduktion der ontologischen Komplexität. Beispiele solchen Reduktionismus sind:
die Auffassung vom  Menschen als einer physikalischen Maschine    Reduktion von psychischen u. a. Informationen und Strukturen auf das physikalische Emergenzniveau
die Reduktion von Kultur auf Werte (nur geistig) und damit die Außerachtlassung materieller Faktoren wie Klima, Bodenschätze, Technik usf
"Cogito ergo sum." - Reduktion des Biophysiologischen auf höhere psychische Verarbeitungsleistungen
die Reduktion von psychischen auf neuronale, von neuronalen auf physikalische etc. Faktoren
 
Fliesstext