| Leistungen der Ökologie für eine Theorie der Kommunikations- und Mediengeschichte | |
| Kerngedanke einer ökologischen Mediengeschichte
ist es, die Geschichte als dynamische Beziehung nicht nur zwischen artverschiedenen
Systemen, sondern auch zwischen artverschiedenen Prozessen zu begreifen. Während der Gegenstand der synchronen Kommunikationsökologie die Beschreibung der Beziehungen zwischen artverschiedenen Medien und Systemen ist, modelliert die diachrone Medienökologie die Beziehungen zwischen artverschiedenen Prozessen. Geschichte als |
| Vernetzung von mehreren Prozessen, die parallel verlaufen (einfache Koevolution, Zusammenhänge zwischen zwei Faktoren erfordern nur Beziehungs- nicht Netzwerktheorien!) | |
| Vernetzung zwischen artverschiedenen Prozessen (und Medien) → Notwendigkeit einer Typologie von historischen, kommunikativen, kulturellen Prozessen | |
| Koevolution von Prozessen |
| Voraussetzung einer
historischen Medienökologie ist danach eine Typologie von Prozessen-
vergleichbar derTypologie von Objekten, die alle beschreibenden Wissenschaften
hervorgebracht haben. Synchrone Ökologie mag mit einer Typologie von
Medien- und Informationssystemen auskommen und Prozesse als Bewegung in
und von diesen Systemen begreifen. Diachrone Ökologie muss die Prozesse
selbst ins Zentrum rücken, diese und deren Interaktion modellieren. Vollständige Beschreibungen kultureller und menschlicher Kommunikation verlangen einen Wechsel zwischen diachronen und synchronen Perspektiven. Axiome |
| Ressourcen der Netzwerke/ Kulturen
sind begrenzt (Die Geburt eines Mediums/ Prozesses führt zum Tod eines anderen.) |
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| Kulturelle Systeme streben nach Erhalt, nach Fließgleichgewicht | |
| Um bei Ungleichgewichten eine
Balance herzustellen, werden einzelne Prozesse, Vernetzungswege und -medien
prämiert |