‘Was ist Kulturwissenschaft’ (H. Böhme)?
   
  Hartmut Böhme: Was ist Kulturwissenschaft?
   
„Die Kultur ist das Objekt einer Wissenschaft, die ihrerseits ein Teil derselben ist. Hieraus entspringt die heute unhintergehbare Figur der Selbstreflexivität....“
(H. Böhme)
  Erläutern! Gilt das Gleiche auch für ‘Kommunikation’? Was bedeutet ein selbstreflexiver Theorieaufbau für die Kommunikationswissenschaft? Wie ist unter diesen Bedingungen die ‘Objektivität’ wissenschaftlicher Aussagen zu sichern?
Schildern sie die begriffsgeschichtlichen Wurzeln von ‘Kultur’? Steht die lateinische/römische Bedeutung den Geistes- oder den Naturwissenschaften näher? Mit welcher Begründung kann man ‘Erdbeerkulturen’ die Bezeichnung ‘Kultur’ aberkennen?
Welche Kriterien für die Unterscheidung zwischen ‘Kultur’ und ‘Natur’ nennt
H. Böhme? Kennen Sie weitere? Wie ist Ihre Bestimmung dieser Opposition?
Was meint die Lehre von den ‘zwei Kulturen’? In welchem Kontext ist sie entstanden und wo macht sie Sinn?
„Von einer Welt unter Abzug des Menschen haben wir ... Phantasien, aber keine Erkenntnisse.“ (H. Böhme) Welche Prämissen muss man machen, um diese Behauptung plausibel zu finden? Welche wissenschaftlichen Ergebnisse sprechen dagegen? Welche Konsequenzen haben Zustimmung und Ablehnung jeweils für die Konzeption von Natur- und Sozialwissenschaften?
In welchem Sinn gebraucht Böhme ‘kulturell’, wenn er unter Bezug auf
C. Honegger von der „kulturell kodierten Ordnung der Geschlechter“ spricht? Welche andere(n) Bedeutungszuschreibungen wären auch möglich?
Stellen Sie die Definitionsmerkmale zusammen die Böhme für seinen Kulturbegriff
nennt!
Diskutieren Sie (auch) die Vor -und Nachteile der folgenden Bestimmungen:
- ‘Kultur’ ist das Gedächtnis sozialer Systeme (Luhmann)
- „Im Zentrum der Kulturforschung stehen die historischen Medien der Erzeugung
von kultureller Kommunikation, von Gedächtnis und Weltwahrnehmung.“ (H. Böhme)
- „Kultur ist der Begriff, durch den alles als kontingent dekonstruiert wird...“ (H. Böhme)
Welche Konsequenzen hat es/sollte es haben, wenn man die Kommunikations-
und Medienwissenschaften als ‘Kulturwissenschaften’ entwickeln will?
Bereiten Sie sich auf eine Seminardiskussion zu diesem Thema vor!
Welche Mediendefinitionen diskutiert Sandbothe?
Vor- und Nachteile?
„Die Übertragungsmetapher [für Kommunikation] ist unbrauchbar, weil sie zuviel Ontologie impliziert. Sie suggeriert, dass der Absender etwas übergibt, was der Empfänger erhält.“
(Luhmann: Soziale Systeme, Ffm 1984, S. 193)
Ist es sinnvoll Information medienfrei zu denken?
Was hätte dies für Konsequenzen für die Medienwissenschaft und für die Kulturwissenschaft?
Was sind ‘homogene’ und was ‘inhomogene’ Kulturbegriffe?
Welche Konsequenz hat die Entscheidung für die eine oder andere Option für eine als Kulturwissenschaft verstandene Kommunikations- und Medienwissenschaft?