|
Theoriegeschichtlich folgt nach den strukturalistischen Modellen die
Systemtheorie. Was immer man sich unter Systemen vorstellt, sie relationieren
unterschiedliche Typen von Strukturen und schaffen damit einen anderen
Typ von Bedeutung. Diese Tatsache drückt sich z.B. in der Definition
von Systemen als mehrdimensionale Gebilde aus. (Dimension entspricht hier
einem Typus von Struktur).
Allerdings wird der Unterscheidung zwischen struktureller und systemischer
Emergenz nicht immer klar getroffen, weshalb vielfach kaum ein Unterschied
zwischen strukturellen und systemischen Beschreibungen auszumachen ist.
So schreibt der Begründer der neueren Systemtheorie, Ludwig von Bertalanffy
"Die Eigenschaften und Verhaltensweisen höherer Ebenen [sic!]
sind nicht durch die Summation der Eigenschaften und Verhaltensweisen
ihrer Bestandteile erklärbar, solange man diese isoliert betrachtet.
Wenn wir jedoch das Ensemble der Bestandteile und die Relationen kennen,
die zwischen ihnen bestehen, dann sind die höheren Ebenen von den
Bestandteilen ableitbar." (nach Lenk/Ropohl 1978)
In der Tradition systemischen Denkens wird die Veränderung des Informationswertes
als Übersummation bezeichnet oder man spricht von kombinatorischem
Gewinn.
|