Beispiel
Elektromagnetische Wellen als Kommunikationsmedium zwischen Bäumen

 

 
Ich folge in dieser Darstellung der Monographie von D. Kerner/J. Kerner: Der Ruf der Rose. Was Pflanzen fühlen und wie sie miteinander kommunizieren, Köln 1992 (Vgl. auch die Zusammenfassung in der Zeitschrift Natur & Heilen, Mai 1998, H. 5, S. 272-278)Ed Wagner, ein Physiker an der Universität Tennessee untersuchte in seiner Dissertation die elektrischen Spannungsveränderungen in Bäumen, zersägten Holzstämmen und Pflanzen. "Dabei kam er durch zahllose Messungen zu der Erkenntnis, daß in allen Pflanzen eine nicht elektromagnetische, stehende Welle unbekannter Art existiert. Weil er diese Wellen zuerst in Holz, auf englisch 'wood', gefunden hat, nannte er sie 'W-Wellen'." [1](37) Wagner hat unzählige Male Experimente der folgenden Art durchgeführt: Zwei Bäume, in diesem Fall 13,4 Meter voneinander entfernt, werden mit jeweils zwei Elektroden bestückt (ca. 1,50 bzw. 8 Meter hoch), per Spezialkabel werden sie mit Meßgeräten verbunden. Beide Meßkreise sind meßtechnisch voneinander getrennt, über einen Doppelschreiber können aber die Spannungsveränderungen der beiden Meßkreise auf demselben Papierstreifen sichtbar gemacht werden. In dem einen Baum wird eine Spannungsänderung erzeugt. Dies ist der Sendebaum, der zweite dann der sogenannte Empfangsbaum. Als Reiz, der die üblicherweise flache Spannungskurve in Bewegung setzen soll, dienen Verletzungen des Baums durch den Experimentator: "Vier Axthiebe, schnell hintereinander unten in den Stamm. Unmittelbar nach jedem Axthieb schnellt der Schreiber des Sendebaums in die Höhe. Der Schreiber des Empfängerbaums zeichnet weiter eine ruhige Linie. Gespanntes Warten. Der Schreiber des Sendebaums kommt langsam wieder von der Höhe herunter, nähert sich der ursprünglichen Linie. Etwa 20 Sekunden nach dem ersten Axthieb bewegt sich der Schreiber des Empfängerbaums in die Höhe und geht langsam zurück auf seine ursprüngliche Linie." (42) Ed Wagner kommentiert: "Sehen Sie, ich hatte den Schreiber schon eine Stunde vor unserem Versuch laufen lassen. Der Empfängerbaum war die ganze Zeit ruhig, es gab keine Spitze, keine Ausschlag, nur diese ruhige Linie. Und dann dieses deutliche Signal, das ich bei allen meinen Messungen immer wieder bekommen habe. Und nicht nur das! Je weiter die beiden Bäume voneinander entfernt sind, umso später kommt das Signal vom Empfängerbaum!" (42) "Wenn wir die stehende W-Welle eines Baumes stören, das können Axthiebe, eine Säge oder Feuer sein, pflanzt sich diese Wellenstörung in jeder Richtung fort und beeinflußt die W-Wellen der anderen Bäume. So funktioniert die Nachrichtenübertragung der Bäume." (43) Solche Formen von Nachrichtenübermittlung hat er am Beispiel der Madronenbäume bis zu einer Entfernung von 60 km beobachtet. Wie bei anderen Pflanzen auch, entwickeln Madronenbäume außergewöhnlich viele Samen, bevor sie absterben. Werden sie in einem begrenzten Gebiet massenhaft beschädigt, so setzt diese erhöhte Samenproduktion aber nicht nur bei ihnen, sondern auch in einem weiteren Umkreis, und zwar in allen Himmelsrichtungen bei den gesunden Bäumen ein. (ebd. S. 38) 

[1] Erschienen unter dem Titel: W-Waves and A Wave Universe. Wagner Publishing. Rogue River, Oregon 1991