Fliesstext Biophotonen: Informationsmedien der Natur

 

 

Neben den elektromagnetischen Ausstrahlungen und den morphogenetischen Feldern werden auch laserartige Lichterscheinungen als Medium der Vernetzung der Natur und als Informationsmedium für den Menschen beschrieben.[1] Die Biophotonentheorie hat vor allem der Physiker Fritz Albert Popp bekannt gemacht. Ursprünglich in der Krebsforschung engagiert, konnte er nachweisen, daß alle von ihm untersuchten lebenden Zellen Licht aussenden. ": Die Biophotonen sind Informationsträger, sie sorgen dafür, daß in einer Pflanze, genauso wie in allen anderen Lebewesen, also auch beim Menschen, jede einzelne Zelle gleichzeitig alles weiß, was im Organismus vorgeht. Die Biophotonen steuern sämtliche Lebensvorgänge und informieren zum Zwecke der Koordination mit Lichtgeschwindigkeit alle Zellen." (Ebd. S. 139/40) Da die Lichtstrahlen aus dem Organismus austreten, können sie nicht nur zur intrasystemischen Kommunikation, sondern auch zur Koordination zwischen den Lebewesen genutzt werden.
Interessanterweise hat Popp bei seinen Biophotonenmessungen an Obst, Gemüse und Getreide festgestellt, daß Pflanzen, die unter optimalen Bedingungen wachsen, anders 'leuchten' als solche, die z. B. von einem überdüngten Boden kommen. Sie senden andere Informationen aus. Umgekehrt bedeutet dies natürlich, daß man aus der Lichtzusammensetzung auf die Qualität der Nahrungsmittel schließen kann. In diesem Theoriezusammenhang ist dies auch deshalb wichtig, weil wir beim Essen neben den chemischen Stoffen auch Bioinformationen in Form von Licht, welches das Essen ausstrahlt, zu uns nehmen. Hier schließt sich dann der Kreis zu Popps Ergebnissen über die Ursache von Krebsbildung: Manches Licht läßt die Krebszellen wachsen, anderes unterdrückt das Wachstum. (S. 142ff)
 

Die Poppschen Biophotonentheorie hat im sozialen Bereich schon eine lange Geschichte. In der Alltagssprache reden wir von der 'Ausstrahlung' eines Menschen, von 'Leuchtkraft', von Dingen und Begriffen oder von der 'Aura', die einen Menschen umgibt. Der Heiligenschein, mit der das Christentum Menschen darstellt, die Gott erleuchtet hat, sind nur ein Beispiel. "In fast allen Kulturkreisen, von den alten Ägyptern über die Indianer bis zu den Buddhisten und Hinduisten und der chinesischen Tradition gibt es Überlieferungen, die die Aura oder das Aurafeld darstellen. Das Wissen um die Aura ist in diesen Kulturkreisen, im Gegensatz zum europäisch-angloamerikanischen Bereich, niemals verlorengegangen. Es ist heute noch lebendig und niemand käme auf die Idee, es in dem Bereich des Phantastischen abzuschieben." (S. 141)
Der Physiker Popp hält es für durchaus für möglich, daß das Auge als ein außerordentlich kompliziertes optisches Lichtmeßgerät in der Lage ist, solche Ausstrahlungen von Organismen wahrzunehmen. Allerdings ist es dazu erforderlich, daß es sich auf eine grundsätzlich andere Wellenlänge, eine andere Helligkeit einstellt.
"Die Auras und Chakras werden immer zusammen beschrieben, Auras als die farbigen Wolken um Menschen herum, Chakras als Räder aus farbigem Licht, die sich am Körper vorn und hinten drehen." (152) Man kann sie aber nicht nur sehen. Wenn man mit den Händen in wenigen Zentimetern Abstand den Körper der Person entlangfährt, erspüren, die entsprechend sensibilisierten Menschen ein Energiefeld, etwas Wärme, einen kleinen Widerstand o. ä. Dann gibt es Stellen, an denen die Energieausstrahlung abbricht, dies ist dann ein Indikator für organische Dysfunktionen. Die Anzahl der Chakren schwankt in den verschiedenen Kulturkreisen, meist ziehen sich sieben Hauptchakren durch den Körper. Ihre Farbe ändert sich mit den Kulturen.
Das Aurafeld kann aber nicht nur Aufschluß über den Gesundheitszustand des Körpers, sondern auch über intensive Gedanken und vor allem Gefühle der Menschen geben. Wut soll eine rote Aura erzeugen. "Traurigkeit färbt die Aura um die Brust blau, ernste, aufrichtige Gefühle zeigen sich als goldener Glanz um den Kopf....." (Ebd. S. 159) Intensive Beziehungen zwischen Menschen, z. B. zwischen Liebenden, macht sich durch eine Verschmelzung der Aura bemerkbar. Ebenso können Gruppen eine Kollektivaura entwickeln.
"Auch Pflanzen umgibt eine Aura. Blaue und grüne Farbtöne zeigen an, daß die Pflanze genügend Wasser besitzt. In Phasen der Trockenheit verfärbt sich die Aura zu gelb-orange, bemerkt die von Kerner/Kerner interviewte 'Auraleserin'. Auch die Auren der einzelnen Pflanzen können, z. B. bei einem Blumenbeet, miteinander verschmelzen. Die beruhigende Wirkung von Wäldern, beim Umgang mit Blumen oder bei der Gartenarbeit erklärt sich nach diesem Theorieansatz daraus, daß die Energiefelder, die Chakren und Auren von Pflanze und Menschen miteinander verschmelzen, sich beeinflussen und ggf. einander verstärken. Die größte Energie soll von großen und alten Bäumen ausgehen.
Es ist unübersehbar, daß die Industriegesellschaften ihre Aufmerksamkeit auf andere Informationsmedien als die feinen elektromagnetischen Wellen, die Biophotonen und ähnliches gelenkt haben. Die sozialen Kommunikationsmedien scheinen soweit spezialisiert und technisiert, daß sie einer Verständigung mit der Natur im Wege stehen. Andererseits bestehen natürlich die ursprünglichen Kommunikationsmedien weiter. Im Zeitalter der Multimedialität gibt es keine Veranlassung, neben den modernen technischen Medien nicht auch noch die älteren natürlichen zu nutzen.

Beispiel

[1] Vgl. Marco Bischof: Biophotonen. Das Licht in unseren Zellen. Ffm 1998