Fliesstext Ökologie und Kommunikationswissenschaft

 

 
Von ökologischen Modellen und Erkenntnissen profitiert die Kommunikationswissenschaft 3D in allen Dimensionen:
 
Als Lehre von den Wechselbeziehungen artverschiedener Systeme stellt die Ökologie eine Heuristik für die typologisch-netzwerktheoretische Dimension zur Verfügung.
Als kybernetische Biosystemtheorie steuert sie Modelle und Befunde für die informationstheoretische Beschreibung kultureller Kommunikation bei.
Die Koevolutionstheorie und Typologie der Arten und der abiotischen Umwelt geben der ontologisch-spiegelungstheoretischen Dimension Impulse.
 
Die Kommunikationswissenschaft erhält von der Ökologie noch mehr als nur Anregungen für die Modellierung des Objektbereichs; sie übernimmt auch erkenntnistheoretische Grundhaltungen, wie beispielsweise die Einsicht, dass der Forscher bei seinen Untersuchungen mehr oder weniger stark in das Ökosystem interveniert.
Was die Fragestellungen anlangt, so werden die Grundfragerichtungen der Medienökologie, nämlich wie die unterschiedlichen Medienarten bei der kulturellen Informationsbearbeitung- und vernetzung zusammen wirken, durch die entsprechenden Fragestellungen der biologisch-naturwissenschaftlichen Ökologie strukturiert.
Schließlich kann die ökologische Kommunikationswissenschaft auch Werturteile, ethische Axiome der biologischen Ökologie übernehmen, wie z. B. jenes, dass die Erhaltung der Vielfalt der Arten ein Ziel der kulturellen Praxis sein soll.
Zusammenfassung                    Schema