Fliesstext Kulturen als selbstbeschreibende und selbstreflexive Systeme
   
Alle informationsverarbeitenden Systeme kommen nicht umhin, selektive Modelle von sich selbst anzufertigen. Sie nehmen bestimmte Seiten an sich und an der Umwelt wahr - andere nicht (Selektivität der Wahrnehmung). Sie fügen die fokussierten Bilder zusammen - und komplettieren sie dabei (Additiver Charakter der Wahrnehmung, Gestaltschließung).Die Selbstbeschreibungen dienen als Programme bei der Kulturgestaltung. Sie verstärken die Selektivität in jedem Wahrnehmungsprozess neu. Mit der Zeit bilden sich ziemlich starre Muster der Umwelt- und Selbsterkenntnis heraus, Stereotypen. Diese Muster und Typen machen die Spezifik der Kulturen in der epistemologischen Dimension aus.Bei der Selbstwahrnehmung können prinzipiell alle hier beschriebenen Perspektiven, vor allem aber eben die epistemologische, topologische und ontologische verwendet werden.
Die reflexive Integration der verschiedenen Umwelt- und Selbstbeschreibungen führt zu den kulturellen Identitätskonzepten.
 
Fliesstext                    Zusammenfassung