| Bis zum 16. Jahrhundert behalf man sich bei der Darstellung
innerer Organe meist mit dem Rückgriff auf Konventionen, die zum Teil
schon auf arabischen Abbildungen beruhen. So wurde beispielsweise das Herz
in der Herzform gezeichnet, wie sie noch heute in symbolischer Darstellung
üblich ist, die Leber mit gezacktem Rand oder die Blase in Flaschenform.
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| Um anatomische Abbildungen weniger abstoßend zu machen,
wurden sie häufig in eine ansprechende Umgebung eingegliedert. |
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| Erst im 17. Jahrhundert tauchen die ersten anatomisch korrekten
Darstellungen auf, die das Ergebnis von Sezierungen sind, so beispielsweise
in der "Anatomia" von Johann Andreas Schenck von 1609. |
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| Heute dagegen finden wir recht genaue Darstellungen. Auch
diese müssen zugunsten der Übersichtlichkeit bei der Darstellung
der inneren Organe auf Schematisierungen zurückgreifen. Häufig
werden mehrere Ansichten gewählt, oder es findet eine Beschränkung
auf Organe mit einer bestimmten Funktion statt. Auch Schicht- oder dreidimensionale
Darstellungen sind möglich. |
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